So, heute behandeln wir mal das Thema “Mündliche Schulaufgabe”. Warum tun wir das?
Ab welcher Klasse eine Schule mit mündlichen Schulaufgaben im Französischunterricht beginnt, hängt von Schule, Bundesland und den aktuellen Umständen der Bildungspolitik ab, die sich leider sehr sehr oft ändern. Ziel ist es, neben den schriftlichen Fremdsprachenkompetenzen auch die mündlichen in Form einer Schulaufgabe zu prüfen. Schließlich hat man erkannt: es nicht nur wichtig, dass man eine Sprache schreiben kann, sondern man sollte sich auch in dem Land einigermaßen verständigen können. Das ist der Hintergrund, warum die mündliche Schulaufgabe immer öfter verwendet wird, um die Sprachkompetenzen von Schülern zu prüfen – und zwar sowohl an Gymnasien als auch an Realschulen. Ob man dies auch an Hauptschulen, Walddorfschulen oder Montessorischulen praktiziert, weiß ich, um ehrlich zu sein, nicht.
Da, wie man sieht, die mündliche Schulaufgabe eine immer größere Rolle im Sprachunterricht – speziell im Französisch – spielt, werden wir in dem folgendem Artikel näher auf die wichtigen Bereiche eingehen, die möglicherweise abgefragt werden. Und schließlich einige Tipps dazu geben, damit ihr die Schulaufgabe bestmöglichst meistert!
Der erste Teil der Schulaufgabe ist in der Regel eine Einstimmung auf das spätere “Sprechen”, hier gibt es die verschiedensten Aufgaben, die euch ein Lehrer/eine Lehrerin stellen kann. Häufig kommen folgende Aufgaben vor: Bildbeschreibung in Französisch, Beschreibung eines Cartoons, Stellungnahme zu einem Zitat oder eine Kurzbeschreibung seiner selbst.
Im zweiten Teil wird in der Regel ein Themenbereich, der in der Schule schon näher behandelt wurde, detailliert abgefragt. Dies kann ebenso eine genauere Bildbeschreibung/Cartoonbeschreibung sein, die Wissen zu bestimmten Themen voraussetzt oder auch zu direkten Fragen des Lehrers. Beispielsweise könnte der Lehrer/die Lehrerin fragen: Nehmen Sie Stellung zu der These “Atomkraft sollte sowohl in Frankreich als auch in Deutschland abgeschafft werden”. Hier geht es darum, dass der Schüler beweist, dass er im Unterricht aufgepasst hat, den nötigen Wortschatz zu dem Thema beherrscht und in der Lage ist, flüssig Französisch zu sprechen.
Die Mündliche Schulaufgabe wird je nach Schule und Bundesland in Gruppen von zwei bis vier Schülern oder Einzeln abgehalten. Das beste, was man noch vor der mündlichen Schulaufgabe machen kann, ist, sich mit den Gruppenpartnern zu treffen und mit ihnen die verschiedensten Themen durchzusprechen – selbstverständlich auf Französisch. Auch kann es helfen, die Vokabeln, die für das Thema oder die Themen wichtig sind, nochmals durchzugehen. Optimal ist es, sich gegenseitig abzufragen und konzentriert mit Klassenkameraden zu lernen. Das hat mir persönlich immer am besten geholfen. Was man auch unbedingt noch machen sollte, ist, sich alle Notizen und alle Hefteinträge noch einmal durchzulesen und noch einmal in Schönschrift zusammenschreiben und sie dann lernen. Das hilft, da man einerseits durch das Schreiben schon etwas lernt und dann durch den schönen Hefteintrag dazu animiert wird, sich das ganze noch einmal einzuprägen.



